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Hospiz / Kontakt

Nicht dem Leben mehr Stunden, sondern den Stunden mehr Leben geben

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Der Hospizdienst

Innerhalb seiner weit gespannten Tätigkeitsfelder betrachtet der Dreikönigsverein den Hospizdienst, die solidarische Begleitung von Men- schen in ihrer letzten Lebensphase, als eine seiner wichtigsten Auf- gaben.

Der Hospizdienst bietet -unabhängig von Weltanschauung und Herkunft-  Unterstützung und Begleitung Schwerstkranker, Sterbender und ihren Angehörigen in dem Wunsch, die letzte Lebenszeit bewusster zu gestal- ten.

Der Hospizdienst begleitet durch die Zeit des Abschiednehmens und der Trauer.

Wo es möglich ist, wird Unterstützung zu Hause, in vertrauter Um- gebung, aber auch in unserem stationären Hospiz gewährt. Die Idee der Hospizarbeit soll dazu beitragen, „nicht dem Leben mehr Stunden, sondern den Stunden mehr Leben“ zu geben.

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2 Fotos: Bernd Lasdin

Das Dreikönigshospiz in der Lindenstraße

Gästehaus Dreikönigs- hospiz

 Foto: Rudolf Klemke

Im Januar 2003 wurde das stationäre Dreikönigshospiz in der ehema- ligen Jägerschen Villa in der Neubrandenburger Lindenstraße mit zehn Betten eröffnet. Großzügige Spenden machten das möglich.

Der Hospizdienst des Dreikönigsvereins ist der einzige in Mecklenburg-Vorpommern, der selbstständig und unabhängig in enger Zusammen- arbeit mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg besonders mit der Palliativstation und Schmerztherapie wirkt.

Unser Haus verfügt über

  • zehn freundliche Einzelzimmer mit Dusche und WC
  • mehrere Gemeinschaftsräume, Wintergarten und Küche
  • Pflegebad
  • eine Gästeetage für Angehörige und Besucher.

Im Folgenden möchten wir einige Räume des Hospizes vorstellen

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Im Eingangsbereich befindet sich gegenüber dem Treppenaufgang eine Sitzgruppe mit dem von Herrn Dr. Karsten Förster angefertigten und dem Hospiz geschenkten Gemälde „Die Hl. Drei Könige“

Foto: Bernd Lasdin

2009.Hospiz.Blick zu den Bewohnerzimmern

Hinter dem Eingangsbereich beginnt der Übergang zu den Zimmern und den Gemeinschaftsräumen. Links vom Gang geht der Blick zu den einzelnen Zimmern, auf der rechten Seite befindet sich eine Statue des Hl. Christophorus und der Wintergarten.

2 Fotos: Rudolf  Klemke

2009.Hospiz.Kater im Wintergarten
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Die Statue des Heiligen Christophorus, ein seit dem frühen Christentum verehrter Märtyrer, der einer Legende nach das Jesuskind über einen Strom trug, entstand um das Jahr 1690 in Süddeutschland und hat dank Ursula und Karl-August Hopmann, langjährige Förderer des Neubrandenburger Hospizes, nach einer mehrmonatigen Restauration den Weg in den Norden gefunden. Der Heilige stellt ein Symbol des Einsatzes des Starken für die Schwachen und Hilflosen dar und soll sowohl auf die Patienten als auch auf Personal und Angehörige des stationären Hospizes auf diese Weise wirken.

Seit April 2007 ziert ein zweites Kunstwerk das Hospiz. Es stammt von Pater Laurentius U. Englisch. Der Franziskaner deutet das von ihm ge- schaffene Tau-Kreuz. Es sei ein Zei- chen des Segens und der Frucht- barkeit, ein Symbol der “Hoffnung und des Lebens". Den Riss, der sich senkrecht durch den aus Lärche gefertigten vertikalen Balken zieht, sieht der Pater und Künstler als eine tiefe Verwundung, eine körperliche Verwundung, die auch Jesus Christus am Kreuz zeichnet. Viel mehr aber noch die innere, die seelische Ver- wundung, die die Rufer am Karfreitag auslösten, als sie "kreuziget ihn" schrieen. Der Pater sieht das Tau-Kreuz als integrierendes Zeichen, das Kulturen und Religionen eint: "Franz von Assisi liebte dieses Tau-Zeichen, das als letzter Buchstabe des hebrä- ischen Alphabets ein Hinweis auf die Vollendung ist."

Foto: Bernd Lasdin

2009.Hospiz.Tau-Kreuz1

Am 6. September 2013 wurde die Dreikönigskapelle im Anbau des Hospizes von Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke und Pastorin i.R. Frau Birke Riemann eingeweiht und lädt nicht nur täglich zum “Atmen der Seele” ein sondern auch zu einer Andacht an jedem zweiten Mittwoch des Monats.

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Das Glastriptychon „Die Heiligen Drei Könige“ wurde von Dr. Karsten Förster, der den Dreikönigsverein schon mehrfach unterstützt hat, in Auftrag gegeben .

2009.Hospiz.Triptychon

Das von Werner Kothe geschaffene Triptychon “Die Heiligen Drei Könige” ist im Verbindungsgang vom Wohnbereich zum Eingangsbereich     [Vorstellung auf der Seite “Die Heiligen Drei Könige”]

3 Fotos: Rudolf Klemke

Im Hospiz werden schwerstkranke Menschen betreut, deren Krankheit nach menschlichem Ermessen unheilbar fortgeschritten ist, bei denen eine Kran- kenhausbehandlung nicht erforderlich und eine Betreuung zu Hause nicht möglich ist.

2009.Hospiz.Musikzimmer 2009.Hospiz.Raum der Stille2

Zur Ruhe kommen, sich selbst finden – im Musikzimmer und im Raum der Stille ist dafür immer wieder Gelegenheit

2009.Hospiz.Flur 2009.Hospiz.Leihgabe von Monika Brachmann

Das Hospiz ist nicht von der Umwelt abgeschottet. Aus dem Gang zu den einzelnen Zimmern gibt es den Blick in die Nachbarschaft. In diesem Bereich befindet als Schenkung ein Gemälde von  Monika Brachmann.

4 Fotos: Rudolf Klemke

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Auf dem Gelände des Hospizes wurde im August 2009 der Dreikönigs- brunnen des Bildhauers Rainer Fest eingeweiht.  Geweiht wurde der Brunnen von Superintendentin Christiane Krüger und Franziskanerpater Bru- der Martin. Das Kunstwerk wurde von Sponsoren finanziert.

2009.09.Brunnen

 Foto: Rudolf Klemke

Der 55jährige Künstler Rainer Fest hat bereits mehrere Brunnen konzipiert. Drei bis zu 1,30 m hohe und drei eingelassene Findlinge aus der Region, die mit Wasserrinnen aus Granit mit dem Mittelstein sternförmig verbunden sind, symbolisieren die drei Könige des begehbaren Brunnens an der Neubrandenburger Lindenstraße. Zugleich soll der Brunnen drei Ebenen symbolisieren: Das Haus, die Brücke, die Treppe. Der Künstler: „Wie die Heiligen Drei Könige zu Jesus hin unterwegs waren, ist das Wasser unterwegs zu einer Mitte.“

2014-Nuntius Eterovic

6. Januar 2014: Anlässlich des Dreikönigsfestes und des traditionellen Benefizessens zu Gunsten der Vereinsarbeit und des Hospizes stattete der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr.Nikola Eterovic, dem Hospiz ein Besuch ab.                                                           

Foto: Dr. Frank Wilhelm

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Der ambulante Hospizdienst ergänzt die Dienste bestehender sozialer Einrichtungen, Pflegedienste, Ärzte, Therapeuten und  Seelsorger und entlastet pflegende Angehörige in der häuslichen Umgebung durch den Einsatz geschulter Hospizhelferinnen und –helfer.

Für Regina Prachtl, bis zum Jahresende 2011 Leiterin des stationären und ambulanten Hospizdienstes sowie Geschäftsführerin des stationären Hos- pizes,  ist das Hospiz in der Neubrandenburger Lindenstraße „ein lebendi- ges Haus“. Es ist kein abgeschottetes Gebäude. Im Gegenteil. Besucher- gruppen etwa aus dem Rathaus oder dem Klinikum, Senioren, Schul- klassen und Familien nutzen die offene Tür, um sich über die Arbeit des Hospizdienstes zu informieren. Ausstellungen werden gezeigt.

Seit Bestehen des Hospizdienstes des Dreikönigsvereins 1996 sind rund 650 schwerstkranke und sterbende Menschen ambulant und  rund 440 stationär betreut worden. 25 ehrenamtliche und 20 hauptamtliche Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten die fachgerechte Organisation des Hospizdienstes.

Die Ehrenamtlichen sind das Herzstück der Hospizarbeit. Ohne ihr Enga- gement ist eine Sterbebegleitung in personeller Nähe und Zuwendung nicht zu leisten. Sie werden wie ihre medizinisch geschulten Kolleginnen sorgfältig auf ihre Aufgaben vorbereitet, fortgebildet und durch Super- vision begleitet.

Die Helfer begleiten Menschen ehrenamtlich und unentgeltlich. Die Kran- ken können über das sprechen, was sie im Zusammenhang mit Ihrer Krankheit bewegt. Die Ehrenamtlichen hören Ihnen zu, lesen vor oder schweigen mit den Betroffenen. Sie erledigen für sie kleine Besorgungen, übernehmen Behördengänge, begleiten sie zum Arzt oder Therapeuten.
Sie entlasten zeitlich die pflegenden Angehörigen und begleiten sie auch in der Zeit der Trauer. Alle ehrenamtlichen Helfer unterliegen der Schweigepflicht.

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Foto: Bernd Lasdin

Der Eingangsbereich des Hospi- zes ist auch der Bereich der Verabschiedung eines Verstor- benen.

Würdevoll wird dieser von allen Mitarbeitern verabschiedet und aus dem Haus geleitet.

Der Verstorbene “führt” uns zu dieser Uhr:

Nicht: „Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“, sondern „Alles hat seine Zeit“.

Es ist noch nicht „fünf vor zwölf“, aber: Wir kennen weder Zeit noch Stunde, wann wir dem, dem wir nun die letzte Ehre geben, folgen werden.

2009.Hospiz.Alles hat seine Zeit

Foto: Rudolf Klemke

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Die Kranken werden nur auf ihren eigenen Wunsch und nach Befür- wortung des Arztes aufgenommen. Die Pflege wird rund um die Uhr von examinierten Krankenschwestern und Altenpflegern übernommen, ärzt- liche Betreuung und individuelle Schmerztherapie werden gewährleistet.
Grundlage für die Finanzierung des Hospizes ist der Versorgungsvertrag mit Kranken- und Pflegekassen sowie eine festgelegte Selbstleistung, die durch das Hospiz erbracht werden muss.

Der Eigenanteil der Kranken beschränkt sich seit dem 01.08.2009

  • in der Pflegestufe I   auf 0,00 Euro pro Tag
  • in der Pflegestufe II  auf 0,00 Euro pro Tag
  • in der Pflegestufe III auf 0,00 Euro pro Tag

Unterstützen können Sie unsere Arbeit

  • durch Mitgliedschaft im Dreikönigsverein als Träger des Hauses (Jahresbeitrag 25,00 EURO)
  • durch ehrenamtliche Mitarbeit
  • durch Begleitung als Hospizhelfer/Hospizhelferin
  • durch Spenden
  • Spendenkonto für das stationäre Dreikönigshospiz:
      • Sparkasse Neubrandenburg-Demmin
        Blz: 150 502 00
        Konto: 301 045 1880
      • IBAN: DE32 1505 0200 3010 4518 80
      • BIC:   NOLADE21NBS
  • Spendenkonto für den ambulanten Hospizdienst und das stationäre Dreikönigshospiz über das Spendenkonto des Dreikönigsvereins:
      • IBAN: DE08 1505 0200 3010 4080 80
      • BIC:   NOLADE21NBS

    oder über das Spendenkonto der Dreikönigsstiftung

      • IBAN: DE79 1505 0200 3010 4344 47
      • BIC:   NOLADE21NBS

bullet110 Ambulanter Hospizdienst Neubrandenburg

Lindenstraße 12
17033 Neubrandenburg

Telefon: 0395/36311-131 (Frau Albrecht)
Telefax: 0395/36311-139

E-Mail: info@ambulanthospiz-nb.de

bullet111 Dreikönigshospiz  gGmbH

Lindenstraße 12
17033 Neubrandenburg

Telefon:     0395/36311-0

           0395/36311-122 (Frau Stahnke)

           0395/36311-132 (Frau Schewe)

           0395/36311-133

Telefax:      0395/36311-139

E-Mail: info@dreikoenigshospiz.de

 

letzte Aktualisierung dieser Seite durch Rudolf Klemke am 13.01.2017

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